Data Literacy Education

 

Data Literacy: Neues GLK-Projekt

Data Literacy Education (DLE)

Der Begriff Data Literacy bezeichnet grundlegende Kompetenzen im Umgang mit (zumal digitalen) Daten: ihr Verständnis und ihre Interpretation, Visualisierung und Beurteilung, Exploration und Kontextualisierung oder auch das Kuratieren von Daten. Der Begriffsprägung liegt die Überzeugung zugrunde, dass der Umgang mit Daten zunehmend an Bedeutung gewinnt – nicht allein in vielen akademischen Disziplinen, sondern auch außerhalb des akademischen Bereichs.

Ziel des Projekts „Data Literacy Education“ ist es, diejenigen „Datenkompetenzen“ zu identifizieren und spezifizieren, welche für Studierende aufgrund der Digitalisierung der Fächer und der Arbeitswelt nützlich sind. Unser Data-Literacy-Projekt verfolgt dabei einen dezentralen Ansatz: In vier Feldern, die einen großen Teil der Fächer der JGU umfassen, möchten wir die Bedarfe (und Angebote) für Datenkompetenzen erheben, Anknüpfungspunkte suchen – sowohl inhaltliche Projekte als auch Personen – und vernetzen und den Austausch über Digitalität fördern. Gemeinsam mit den Fächern werden wir zentrale Kompetenzen identifizieren und Lehrformate ausprobieren; am Ende des Projekts sollen diese Wissensbestände und Netzwerke zur Etablierung eines dauerhaften Angebots im Bereich der Data Literacy für Studierende der JGU hinführen.

Abb.: [folgt] Florence Nighingale (1853). Diagram of the Causes of Mortality (Auszug). Public domain, via Wikimedia Commons.

 

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter

Derian Boer, M.Sc. (Institut für Informatik und Studium generale)
Dr. Sophie Burkhardt (Institut für Informatik und Studium generale)
Kim Deutsch, M.A. (Universitätsmedizin; assoziiertes Mitglied des Studium generale)
Dr. Andreas Hütig (Studium generale )
Lennart Linde, M.A. (Studium generale und Institut für Archäologische Wissenschaften/Universität Frankfurt)
Prof. Dr. Cornelis Menke (Studium generale und Philosophisches Seminar)
Stephan D. Müller, M.A. (Institut für Erziehungswissenschaft und Studium generale)

 

Vortragsreihe des Instituts für Informatik für Hörer aller Fakultäten

Vortragsreihe KI²: Künstliche Intelligenz – kompakt und interaktiv

Fortschritte in der Künstlichen Intelligenz (KI) und im Maschinellen Lernen (ML) sind mittlerweile Gegenstand medialer Berichterstattung und werden als wichtige Treiber wirtschaftlicher und wissenschaftlicher Innovationen gesehen. Die Vorstellungen von KI/ML und die Realität liegen dabei oft weit auseinander, was häufig auf ein mangelhaftes Verständnis der grundlegenden Begriffe zurückzuführen ist.

In dieser vom Institut für Informatik der JGU konzipierten Vortragsreihe soll nach und nach, auf einer allgemein verständlichen Ebene, ein besseres Verständnis von KI und ML vermittelt werden, sollen Begriffe klar definiert und Missverständnisse ausgeräumt werden. Sprecher verschiedener Lehrstühle und Fachbereiche werden aufeinander aufbauende Vorträge von 30 bis 40 Minuten zu sowohl grundlegenden als auch aktuellen Themen halten. Der Schwerpunkt der Vorträge liegt auf dem maschinellen Lernen. Nach den Vorträgen ist reichlich Zeit für Fragen und Antworten, d.h. für eine Diskussion mit dem Publikum, vorgesehen. Die Vorträge werden aufgenommen und in einem Live-Stream übertragen. Die Diskussion zu den Vorträgen findet zusätzlich und begleitend auf Twitter statt.

Programm der Vortragsreihe (Mittwochs, 18:15 Uhr, N 6)

Die Vorträge werden aufgenommen und in einem Live-Stream übertragen. Die Live-Streams und Videos sind öffentlich abrufbar:

zum Live-Stream / Video

Die Diskussion zu den Vorträgen findet zusätzlich und begleitend auf Twitter unter dem Hashtag #KI2UniMainz statt.

 

Das Projekt wird gefördert vom Gutenberg-Lehrkolleg (GLK).

Data Literacy an Hochschulen

Data Literacy Education Netzwerk

Mit dem GLK-Projekt "Data Literacy Education" und dem Themenschwerpunkt "Schöne neue Datenwelt" ist die JGU Teil des vom Stifterverband und der DATEV-Stiftung Zukunft geförderten Data Literacy Education Netzwerks.

Das bundesweite Netzwerk befördert die Entwicklung von Data-Literacy-Angeboten durch den Austausch mit anderen Hochschulen. Die Mitglieder des Netzwerks werden zwischen 2019 und 2021 gefördert.

 

Weitere Veranstaltungen

Themenschwerpunkt "Schöne neue Datenwelt!? Datenkompetenz und Digitalisierung"

Persönliche Assistenzsysteme, Meinungsmache in Netzwerken, individualisierte Preise anhand des Nutzerprofils, Big Data – die systematische und zunehmend automatisierte Erfassung, Verknüpfung und Verarbeitung von Daten umfasst inzwischen alle Lebensbereiche, gestaltet unsere sozialen Beziehungen und unsere Freizeit, verändert Arbeitswelt und Wissenschaft. Die datafizierte Gesellschaft entsteht – unklar ist aber noch, welche neuen Herausforderungen dies für uns bedeutet, wenn wir unbewusst Daten produzieren, mit ihnen umgehen, digitale Verarbeitungen in Gang setzen oder als Kunden oder Zielgruppen betroffen sind.

Brauchen wir also eine neue Art Datenkompetenz? Wie können die Besonderheiten dieser neuen digitalen Datenverarbeitung kommuniziert werden – und welche Akteure können und sollen das tun? Welche Fallstricke lauern beim Umgang mit großen Datenmengen, welche Chancen und Gefahren birgt die automatisierte Verarbeitung in Wirtschaft und Wissenschaft? Wie wollen wir mit der zunehmenden Macht von Algorithmen und der Digitalisierung von Arbeits- und Lebenswelten politisch und sozial umgehen? Wie können wir Datenschutz und Datensouveränität weiter gewährleisten und sichern?

Die Reihe geht diesen und anderen aktuellen Fragen mit Vorträgen aus Technik-, Sozial- und Rechtswissenschaften sowie der Ethik nach.

Vorlesungsreihe am Donnerstag